Komma
Komma bei„um … zu“
„um“ ist zweierlei: Einleitung einer Infinitivgruppe und gewöhnliches Verhältniswort. Nur im ersten Fall steht ein Komma.
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Die Regel
Folgt hinter dem Wort eine Grundform mit „zu“, ist es eine Infinitivgruppe – und davor gehört ein Komma.
Die Wörter, die eine Infinitivgruppe einleiten
Immer zusammen mit einer Grundform und „zu“.
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5 Wendungen
| anstatt … zu | Er redete anstatt zu helfen. | Er redete, anstatt zu helfen. |
| außer … zu | Es blieb nichts übrig außer zu warten. | Es blieb nichts übrig, außer zu warten. |
| ohne … zu | Er ging ohne sich zu verabschieden. | Er ging, ohne sich zu verabschieden. |
| statt … zu | Sie schrieb statt anzurufen. | Sie schrieb, statt anzurufen. |
| um … zu | Wir fahren früh los um pünktlich zu sein. | Wir fahren früh los, um pünktlich zu sein. |
Beispiele
- StattEr kam eine Stunde früher um beim Aufbau zu helfen.BesserEr kam eine Stunde früher, um beim Aufbau zu helfen.
- StattDanach ging er ohne zu grüßen.BesserDanach ging er, ohne zu grüßen.
- StattSie rief an statt eine Mail zu schreiben.BesserSie rief an, statt eine Mail zu schreiben.
- StattEs blieb nichts übrig außer zu warten.BesserEs blieb nichts übrig, außer zu warten.
Wann kein Komma steht
Wir treffen uns um acht Uhr in der Halle.
Hier fehlt die Grundform mit „zu“. „um“ ist ein gewöhnliches Verhältniswort und bekommt kein Komma.
Der Weg um den See ist gesperrt.
Dasselbe: keine Grundform, kein Komma.
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