Komma bei „um … zu“
„um“ ist zweierlei: Einleitung einer Infinitivgruppe und gewöhnliches Verhältniswort. Nur im ersten Fall steht ein Komma.
Folgt hinter dem Wort eine Grundform mit „zu“, ist es eine Infinitivgruppe – und davor gehört ein Komma.
Die Wörter, die eine Infinitivgruppe einleiten
Immer zusammen mit einer Grundform und „zu“.
- anstatt … zu
- ohne … zu
- statt … zu
- um … zu
Beispiele
StattEr kam eine Stunde früher um beim Aufbau zu helfen.
BesserEr kam eine Stunde früher, um beim Aufbau zu helfen.
StattDanach ging er ohne zu grüßen.
BesserDanach ging er, ohne zu grüßen.
StattSie rief an statt eine Mail zu schreiben.
BesserSie rief an, statt eine Mail zu schreiben.
Wann kein Komma steht
Wir treffen uns um acht Uhr in der Halle.
Hier fehlt die Grundform mit „zu“. „um“ ist ein gewöhnliches Verhältniswort und bekommt kein Komma.
Der Weg um den See ist gesperrt.
Dasselbe: keine Grundform, kein Komma.
Deinen eigenen Text prüfen
Der Editor markiert diese Stelle beim Schreiben und setzt die Korrektur auf Klick ein – zusammen mit allen anderen Regeln.
Text einfügen und prüfenPasst dazu
- Komma vor „dass“, „weil“ und „obwohl“Diese fünf Wörter leiten immer einen Nebensatz ein. Ein Nebensatz wird vom Hauptsatz durch ein Komma getrennt – ohne Ausnahme.
- Komma vor „wenn“, „falls“ und „nachdem“Diese fünf Wörter leiten einen Nebensatz der Zeit oder der Bedingung ein. Vor ihnen steht ein Komma.